Geocaching Esslingen


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Schnitzeljagd


Mit GPS auf Schatzsuche: Geocaching ist ein Outdoor-Trend, der sich in Deutschland in den vergangenen Jahren rasend schnell verbreitet hat. Weltweit kann man mittlerweile auf moderne Schnitzeljagd gehen. Ein Hobby mit Suchtfaktor.

Text: Katja Eisenhardt


Gefunden! Eugen Schlander auf der Geocaching-Spur von Piraten.

Geocaching ist eine moderne Schnitzeljagd mittels GPS-Navigation. So bringt der Esslinger Geocacher Eugen Schlander den Outdoor-Spaß auf den Punkt. Vor gut zehn Jahren ist die Geocaching-Welle aus den USA auch nach Deutschland rüber geschwappt, heute dürfte Deutschland nach den USA weltweit an zweiter Stelle stehen, was die Zahl der ausgelegten Caches angehe, weiß Schlander. „Geocaching kam im Mai 2000 in den USA auf. Dave Ulmer, Gründer der ersten Geocaching-Plattform, legte damals testweise einen Cache aus und lies andere mittels GPS-Navigation danach suchen. Die Genauigkeit liegt mit den aktuellen GPS-Empfängern je nach Umgebung und Witterung bei etwa drei Metern.“ Heute gebe es weltweit rund 2,5 Millionen registrierte Caches, allein in Deutschland seien es gut 320.000. Tendenz steigend. Wo diese alle zu finden sind, zeigt ein Blick auf die Karte der Internetplattform Geocaching.com. Eugen Schlander gibt dafür an seinem Computer eine beliebige Stadt irgendwo auf dem Globus ein und schon werden ihm sämtliche Caches im entsprechenden Zielgebiet angezeigt. So kann man sich bequem von zuhause aus eine oder mehrere Touren zusammenstellen – etwa für den anstehenden Urlaub oder einen Tagesausflug. In Foren kann man sich zudem mit anderen Geocachern austauschen.

Praktisch: Geocaching ist ein Hobby, dessen nötige Ausrüstung im überschaubaren Rahmen bleibt. „Außer einem GPS-Empfänger bzw. einem Smartphone mit entsprechender App braucht man je nach Gelände, in dem gesucht wird, eine entsprechende Kleidung – also für Touren in den Bergen feste Wanderschuhe, Regenschutz, Rucksack, Taschenlampe, Lupe, Pflaster und eine Pinzette, mit der nicht nur Logstreifen aus engen Behältern herausgezogen sondern auch Zecken entfernt werden können“, zählt Schlander die Grundausrüstung auf. Zur weiteren Orientierung gebe es Fachliteratur, bspw. aus der Reihe „Outdoor“. Profis hätten schon auch mal eine Kletter- oder Tauchausrüstung im Gepäck, „je nachdem, wo im Gelände solche anspruchsvollen Caches versteckt sind.“ Er selbst habe immer eine Ausziehleiter im Auto dabei, um an Caches ranzukommen, die bis zu einer bestimmten Höhe vornehmlich in Bäumen platziert sind. Der Kreativität der so genannten Owner – jenen Geocachern, die auch selbst welche auslegen – sei beinahe keine Grenze gesetzt.


Der Esslinger Eugen Schlander beweist es: Geocachen kann man auch im Winter.

Das fängt schon bei den Cache-Behältern an, zu denen immer auch ein Logbuch gehört, in das sich die Finder eintragen: „Dose und Logbuch sind die zentralen Elemente eines Geocaches.“ Eugen Schlander hat einige Beispiele solcher Behältnisse im Repertoire: Darunter finden sich vom Nano-Cache, einem winzig kleinen magnetischen Döschen mit einem ebenso kleinen, aufgerollten Logstreifen über die klassische Filmdose, einer Steinattrappe oder auch einer getarnten Frischhaltebox bis hin zu tierischen Figuren wie einer silbernen Eule die unterschiedlichsten Varianten. „Ein paar wichtige Regeln gibt es beim Auslegen eines Caches zu beachten: „Man darf ihn nicht vergraben und er darf keine Lebensmittel enthalten. Tabu sind auch Bahngelände, Krankenhäuser, Friedhöfe, Privatgrundstücke und militärische Sperrgebiete. Caches in Naturschutzgebieten müssen unweit der offiziellen Wege versteckt werden. Ebenso gilt es, die Ruheräume der Waldtiere zu respektieren.“ Halten sich die Owner nicht daran, können die Caches von den so genannten Reviewern für die Suche gesperrt und auf den Internetplattformen archiviert werden. „Man sollte sich beim Verstecken schon auch Mühe geben und den Cache nicht nur irgendwo offensichtlich und lieblos in der Landschaft platzieren“, betont Schlander, der selbst nicht nur sucht, sondern immer wieder auch Caches auslegt. 15 seien es aktuell in und um Esslingen und 15 weitere in Österreich, wo er regelmäßig Wanderwochen verbringt.


Schatzhöhle in Ebingen: Der Kreativität beim Verstecken sind nur wenige Grenzen gesetzt.

Nicht nur bei den Behältern, auch bei den Cache-Typen gibt es Unterschiede. „Es gibt den „Traditional“, bei dem die Zielkoordinaten bereits bekannt sind. Dann gibt es den „Multicache“ mit mehreren Stationen, an denen man meist kleine Aufgaben oder leichte Rätsel lösen muss, um die nächsten Koordinaten zu bekommen oder auch den „Mystery“ (Rätselcache), der die unterschiedlichsten Wissensgebiete abverlangen kann. Teils kann man mit dem Lösen des Rätsels schon zuhause beginnen, um die Outdoor-Koordinaten zu bekommen. Nicht selten schließt sich im Gelände noch eine Folge weiterer Stationen an, bevor am „Final“ der ersehnte Cache vorübergehend in Empfang genommen werden kann. Ich persönlich finde die Mystery-Caches mit am spannendsten“, sagt Schlander. Wer Geocaching gern im großen Stil betreibe, könne auch an einem „Event-Cache“ – einem lockeren Treffen mit Gleichgesinnten zum Info- und Erfahrungsaustausch - teilnehmen. Die Termine dafür finden sich ebenfalls auf den besagten Internetplattformen. Darüber hinaus gibt es bei den Caches eine Bewertungsskala von eins bis fünf in puncto geistiger Schwierigkeit (Difficulty) und körperlicher Herausforderungen (Terrain). „Terrain 5 steht für eine echte sportliche Herausforderung, bei der nicht selten auch ein besonderes Equipment benötigt wird. Attribute geben zusätzliche Hinweise und Empfehlungen für die Annäherung und die Suche des jeweiligen Caches. Attribute geben aber auch an, was ausdrücklich nicht erlaubt ist, bspw. eine Suche im Winter oder bei Nacht“, erklärt Eugen Schlander.

Geocaching ist ein Hobby, das man das ganze Jahr über betreiben kann. Auch im Winter. Ich selbst bin an allen vier Jahreszeiten unterwegs, wenn es die Zeit zulässt ein bis zweimal pro Woche.“ Seit 2008 sei er mit dem Geocaching-Virus infiziert. Teils lege er dabei ausgiebige Wandertouren zurück, etwa jährlich in Österreich. Doch auch in Italien, der Türkei, Portugal, Spanien oder sogar Australien war der Esslinger schon auf Schnitzeljagd. Seit er „cache“, sei er praktisch nicht mehr krank gewesen, auch die Kondition habe sich erheblich verbessert. „Man ist ja immer an der frischen Luft und in Bewegung. In den letzten vier Jahren habe ich etwa 2400 Kilometer und einige 10.000 Höhenmeter zurückgelegt.“ Der Spaßfaktor stehe beim Geocaching ganz klar an erster Stelle, ob man alleine oder mit ein paar Freunden losziehe.


Geocaching im Web:
www.geocaching.com
www.opencaching.de
www.cachewiki.de

Geocaching bei Facebook:
https://de-de.facebook.com/Geocaching.Deutschland


Die Publikation an dieser Stelle erfolgte mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.
AOK Baden-Württemberg, Magazin OnJOB, Ausgabe 06_14 Neckar-Fils



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letzte Aktualisierung: 18.09.2017 | gce1309@t-online.de

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